Der Weg zu meinem neuen Körper mit dem ENG Fitness System!

Ein sehr lesenswerter Beitrag meiner Schwester. Sie berichtet über Ihre Bodytransformation. Warum Sie damit begonnen hat und wie es dazu kam, dass Sie am Ende auf der Bühne stand. Darüberhinaus gibt Sie Einblicke in Ihren Diätverlauf und Wettkampfvorbereitung.

Über mich 

Ich heiße Riccarda, bin 19 Jahre alt und habe am 20.10.2018 an meinem ersten Bodybuilding Wettkampf teilgenommen. Ich bin in der Klasse Frauen Athletik gestartet und wurde bei insgesamt 18 Teilnehmerinnen auf den 5. Platz platziert. Hätte mir jemand vor einem halben Jahr gesagt, dass ich bald darauf auf der Bühne stehen werde, hätte ich ihm vermutlich den Vogel gezeigt. 

Wie es zur Bodytransformation kam 

Nach meinem Abitur bin ich für 7 Monate nach Bolivien und habe dort einen Freiwilligendienst abgeleistet. Während ich im August von Deutschland aus bei einer Größe von 160 cm mit einem Gewicht von 51 Kg startete, kam ich im März mit knappen 60 Kg zurück. Dass ich durch zu fettige und vor allem süße Speisen zunahm, zeichnete sich insbesondere an meiner Hautstruktur aus. Auch ich bin von den typischen Problemzonen einer Frau betroffen: Am Oberkörper nehme ich weniger zu, wohingegen meine Beine und mein Po meinen, aus der Reihe tanzen zu müssen😉. Auch mit Cellulite hatte ich schon seit meinem 14. Lebensjahr zu kämpfen. Nach Bolivien war also klar, dass sich was ändern muss. Dazu gehörten auch meine Tagesstruktur und meine Gewohnheiten.  

Und hier kam das ENG Fitness System meines Bruders ins Spiel. Er meinte zu mir: „Ricci, zuerst einmal musst du es wirklich wollen, denn der Weg zu einem gesunden Körper beginnt im Kopf und ist eine Lebenseinstellung. Im besten Fall beeinflusst diese Lebenshaltung mehrere Bereiche deines Lebens positiv. Und zweitens tust du dir wahrscheinlich leichter, wenn du dir ein Ziel setzt, worauf du deinen Fokus setzen kannst.“ 

Ich startete nach meinem 19. Geburtstag, welcher am 18. März war, mit meiner Diät. Mein Ziel? Na, wenn alles gut läuft, die Deutsche Meisterschaft der GNBF am 20. Oktober. Ich hatte schon lange den Traum einer Top Figur, um genau zu sein schon seit Mai 2017. Doch meistens beginnt man erst mit etwas, wenn es fast schon zu spät ist. Das Gute am Bodybuilding? – Es ist nie zu spät dafür 😊

Und mein Bruder hatte Recht: Schnell stellte ich einige Dinge um:

  1. kein Alkohol mehr 
  2. Ich hörte auf zu rauchen 
  3. Schaute seit 2017 kein TV mehr und behielt das auch weiterhin bei

Stattdessen

  • ernährte ich mich kontrolliert,
  • führte mein Training regelmäßig aus,
  • achtete ich darauf genügend Schlaf zu bekommen und allgemein auf einen regelmäßigen Tagesrhythmus (spätestens um 8 Uhr aufstehen, spätestens um 23 Uhr ins Bett (besser 22 Uhr) und
  • gewöhnte mir gewisse Tagesrituale an (z.B. morgens direkt nach dem Aufstehen einen Liter Wasser trinken) 

Natürlich wurden auch mal Ausnahmen gemacht! Am Anfang der Ernährungsumstellung sogar noch sogenannte wöchentliche Cheatdays. 

Das Ergebnis

Ich stellte fest, dass eine Bodytransformation sich nicht nur auf die Optik auswirkt.

Mein Eisenmangel verschwand, meine Haut wurde deutlich besser, ich war die ganze Zeit über kein einziges mal krank (nicht einmal Schnupfen oder Ähnliches), fühlte mich gesund, fit und ausgewogen. 

In meinem Körper änderte sich das Verhältnis von Muskeln und Fett. So entstanden Bilder auf denen sich, trotz selben Gewichts, die Optik verändert hat. 

In dieser Zeit habe ich unglaublich viel über mich selbst gelernt. Die Disziplin, die es erfordert, den eigenen Schweinehund zu überwinden, zieht sich positiv durch alle Lebensreiche. So fielen mir auch tägliche Herausforderungen viel einfacher als vorher. Natürlich gibt es auch Tiefpunkte, aber mit der passenden Unterstützung, überwindet man auch diese 😊 

Ich begann mit einem Ausgangsgewicht von ca. 60 Kg und war mit 49,4 Kg am Wettkampf eingeschrieben. Zu beachten ist allerdings, dass ca. 52 Kg mein Wohlfühlgewicht waren. Die restlichen Kilos habe ich nur aufgrund des Wettkampfs als Ziel abgenommen. Ohne den Wettkampf hätte ich die „Diät“ beendet, bzw. die Ernährungsumstellung gelockert und versucht das Gewicht zu halten; das verschiebt sich eben auf jetzt (nach dem Wettkampf). 

Der grobe Verlauf meiner Diät: 

Ich habe fast die ganze Zeit über mein Essen getrackt. Das heißt, mein Essen gewogen und in eine App eingetragen. Der Nachteil? – Ja, es ist super nervig (aber man gewöhnt sich daran und es geht immer schneller). Der Vorteil? – Man lernt sehr viel über eigentliche Portionsgrößen und entwickelt ein gutes Gefühl für die richtige Nahrungsaufnahme. Meine Makronährstoffverteilung gestaltete sich folgendermaßen: 

  1. 0,8 g – 1 g Fett pro Kg Körpergewicht (ca. 40g)
  2. 2 g Eiweiß pro Kg Körpergewicht (ca. 120)
  3. Die Kohlenhydrate varrierten sehr stark 

Natürlich wurden diese Werte im Laufe der Diät angepasst. Ich musste meinen Körper auch erst einmal kennenlernen. Nicht jeder Körper reagiert auf alles gleich. 

Ich begann mit intermittieredendem Fasten, d.h. dass ich nur zwischen 12 Uhr und 20 Uhr aß. In dieser Zeit achtete ich einfach darauf die KH niedrig zu halten, zählte aber noch keine Kalorien. Am Anfang erzielte ich gute Ergebnisse damit, meine Haut besserte sich sehr schnell und die Maße änderten sich auch. Ich nahm wellenförmig ab: wenn sich nichts am Gewicht änderte, verbesserten sich die Maße. Nach einem Monat fing ich an zu tracken. Ab diesem Zeitpunkt habe ich einfach die KH reduziert. Habe aber dennoch versucht meine Kalorienzufuhr möglichst hoch zu halten.

Stagnation ist kein Grund aufzugeben!

Bei 54 Kg stagnierte das Gewicht für ca. einen Monat. Wenn man an so ein Plateau gelangt, ist es extrem wichtig nicht aufzugeben, sondern durchzuhalten, auch wenn man die Motivation verliert. Nach ca. 5 Monaten gelangte ich an die 52 Kg. Doch auch dann wollte sich nichts mehr tun (normalerweise hätte ich, wie vorher erwähnt, die Diät an diesem Punkt beendet). Da ich aber meinen Wettkampf vor Augen hatte, musste sich aufjedenfall noch etwas tun. Meine KH lagen aber schon weit unter 100 g, das heißt ich nahm nur noch durch Gemüse Kohlenhydrate zu mir. Die Lösung für die Gewichtsstagnation war letztendlich ein DietCut. Ich gab meinem Körper also eine ganze Woche Pause von der Diät und füllte ihn mit gesunden Kohlenhydraten und ging danach wieder ins Kaloriendefizit. Danach purzelten die restlichen drei Kilogramm und ich gelang tatsächlich an mein Langzeitziel –> Die Teilnahme an meinem ersten Bodybuilding Wettkampf. 

Fazit

Diese Lebensumstellung verlangte mir einiges ab: Planung, Verzicht, ständige Rechtfertigung bei anderen Leuten über mein Essverhalten etc. Doch dadurch lernt man nur dazu und stärkt außerdem sein Selbstbewusstsein. 

Selbst in der schwersten Zeit der Wettkampfvorbereitung, überwand ich Hindernisse wie meinen Umzug und den somit verbundenen Studiowechsel, Beginn des Studiums usw. Es war nicht einfach, doch es funktionierte. 

Dieses Gefühl, nur seinen inneren Schweinehund als Gegner zu haben, ist das was mich an Bodybuilding unter Anderem fasziniert. 

Jetzt geht die Challenge weiter, es werden Ziele gesetzt und fokussiert daran gearbeitet.😊