Mit Kälte der Fettverbrennung einheizen

Passend zur eisigen Kälte da draussen, möchte ich hier auf das Thema Fettreduktion / Fettverbrennung mit Hilfe von Kälteanwendungen eingehen. Um zu verstehen wie dies funktionieren soll, müssen wir zuerst verstehen, dass Fett nicht gleich Fett ist. Zumindest gibt es mindestens zwei Arten von Körperfett. Das Weiße und das Braune.

Unterschied zwischen weißem und braunen Körperfett

Das weiße Fettgewebe ist das was wir alle nicht mögen und worüber wir in der Regel sprechen, wenn es um Körperfett geht. Es stellt den größten Anteil im Körper dar und dient in erster Linie der Speicherung von überschüssiger Energie. Zudem dient es als Isolationsmaterial unter der Haut, um uns warm zu halten (subkutanes Fett). Ca. 65% des weißen Fettgewebes liegen unter der Haut, der Rest im Bauchraum.

Das braune Fettgewebe dagegen wird sogar teilweise auch als fettverbannendes Fett bezeichnet, da es überschüssige Energie in Wärme umwandeln kann. Neugeborene haben einen großen Anteil an braunem Fettgewebe um vor dem Auskühlen geschützt zu sein. Mit der Zeit entwickelt der Mensch aber Mechanismen zur Thermoregulation (wie Zittern) und baut das weiße Fettgewebe auf. Das braune entwickelt sich dann stark zurück. Dennoch haben Erwachsene auch noch braunes Fettgewebe im Körper. Vereinfacht können wir sagen, dass mit Hilfe des braunen Fettgewebes, überschüssige Kalorien in Wärme umgewandelt werden kann, bevor es im weißen Fettgewebe eingelagert wird.

Zusammenhang braunes Fettgewebe und Kälte

Unser Ziel muss es sein, braunes Fettgewebe zu aktivieren (im besten Fall  sogar zu erhöhen) damit wir weniger überschüssige Kalorien als weißes Körperfett speichern. Diese Aktivierung erreicht man durch Kälte. Kälte regt das braune Fettgewebe an, Fett und Glucose in Wärme umzuwandeln.

Methoden zur Aktivierung des braunen Fettgewebes

Die nachfolgend vorgestellten Methoden sind lediglich zusammengetragen und sind keine Empfehlung. Wie wirkungsvoll und gesund (oder auch nicht gesund) die einzelnen Methoden sind, muss jeder für sich selbst beurteilen.

  • Geringere Raumtemperatur: Schon allein das herunterregeln der Hausheizung zwingt den Körper, seine interne Heizung aufzudrehen und mehr Energie zu verbrauchen. Sollte dies bei dir nichts bringen, hast du wenigstens Heizkosten gespart 🙂
  • Kalt duschen / kalt baden: Vor dem Frühstücken oder vor dem Schlafengehen 5 bis 10 Minuten kalt duschen oder in eine kalte Badewanne liegen.
  • Kaltes Wasser trinken: Direkt nach dem Aufstehen einen halben Liter Eiswasser auf leeren Magen trinken.
  • Eisbeutel: 20 bis 30 min lang einen Eisbeutel in den Nacken oder zwischen die Schultern legen.

Ich bin davon überzeugt, dass Kälte nicht nur gut für die Fettverbrennung sondern auch für das Immunsystem ist. Die Methode mit dem Eisbeutel habe ich noch nicht ausprobiert und das kalt duschen am Morgen finde ich auch nicht so prickelnd. Jedoch versuche ich immer mich kalt abzuduschen wenn ich eben dusche. Auch das Kältebad nutze ich hin und wieder in Kombination mit einem Saunagang. Am einfachsten umzusetzen ist jedoch das kalte Trinkwasser am Morgen.

 

Ich bin gespannt welche Erfahrungen Ihr damit macht.

Viel Erfolg!